Der Hafen Dagebüll bewährt sich erneut als Umschlagshafen für Windenergieanlagen. 160 t schweres Maschinenhaus erfolgreich umgeschlagen. Weitere werden folgen.

22. Mai 2014 - 15:12

Nicht nur für die Touristen auf dem Weg von/nach Amrum und Föhr war es am Donnerstag, den 15. Mai ein beeindruckender Anblick, als im Dagebüller Hafen ein 160t schweres, 22m langes und 8m hohes Maschinenhaus einer 6,2M Windenergieanlage erfolgreich umgeschlagen wurde.
Aus Bremerhaven kommend wurde das Maschinenhaus auf einem Ponton nach Dagebüll verschleppt, um dort auf einen Tieflader verladen zu werden. Von Dagebüll aus ging es weiter in den Windpark.

Norbert Gades von der Hafengesellschaft Dagebüll mbH zeigte sich zufrieden „Trotz schwieriger Witterungsbedingungen verlief der Umschlag des 160t schweren Maschinenhauses von Wasser an Land problemlos. Dies zeigt erneut, dass der Dagebüller Hafen auch für den Schwerlastumschlag geeignet ist und zur Verfügung steht.“ Gades führt weiter aus, dass die Verladung der Windenergieanlage kein Einzelfall bleiben wird, sondern lediglich der Startschuss ist: „In den kommenden Wochen werden insgesamt 40 LKWs von Dagebüll aus in die Windparks Handewitt und Wanderup im Kreis Schleswig-Flensburg starten. Die dafür bestimmten Großkomponenten werden alle mit dem Ponton angeliefert“.

Der Hafen Dagebüll ist Gründungsmitglied der im Jahr 2010 gegründeten Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH. Die Hafenstandorte Büsum, Brunsbüttel, Dagebüll, Helgoland, Husum, Rendsburg-Osterrönfeld, Wyk/Föhr, sowie Hörnum und List haben im Rahmen der Hafenkooperation eine enge Zusammenarbeit mit dem Schwerpunkt „Offshore Windpark Logistik“ vereinbart.

Frank Schnabel, Sprecher der Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH, freut sich ebenfalls über die Hafenaktivitäten im nordfriesischen Dagebüll: „Häufig wurden wir gefragt, warum Häfen wie z.B. Dagebüll Mitglied in unserer Kooperation sind. Für den Umschlag von Windenergieanlagen und insbesondere von Offshore-Windenergieanlagen müssen die Häfen verschiedene Funktionen erfüllen. So ist z.B. auch die Nähe zu den Windparks ein entscheidender, manchmal sogar der ausschlaggebende Faktor für die Wahl des Hafens. Wir kennen die Potentiale des Hafen Dagebüll und freuen uns, dass sich Dagebüll als Hafenstandort für Windenergieanlagen beweisen kann.“

Weitere Informationen, inklusive eines Filmbeitrages sind auf der Homepage des NDR einzusehen:
http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Windkraftanlage-160-Ton...