Vernetzung der Hafenstandorte

Nachfolgend werden drei Beispiele erläutert, wie die Hafenstandorte untereinander vernetzt werden können und welche Aufgabe dabei die Hafenstandorte übernehmen. Diese aber auch andere Vernetzungsszenarien sind möglich. Inwiefern die Häfen letztendlich zusammenwirken, ist von den jeweiligen Kundenanforderungen abhängig.

Brunsbüttel / Büsum / Husum / Helgoland

Fokus auf das Helgoland-Cluster. Vernetzung zur Errichtung und Versorgung (Serive) der Offshore-Windparks.

Die Vernetzung der Hafenstandorte Brunsbüttel, Büsum, Husum und Helgoland ist eine Möglichkeit  für die Installation, sowie dauerhafte Versorgung und Wartung von Offshore-Windparks. Zur Installation sind schwerlastfähige Tiefwasserhäfen mit hafennahen Puffer- und Installationsflächen nötig. In Brunsbüttel sind die Möglichkeiten dafür geschaffen. Auch können hier Jack-up Plattformen auf-jacken. Von Brunsbüttel aus sind die Off-shore-Windparks direkt und schnell zu erreichen. Die Häfen Brunsbüttel, Büsum und Husum können darüber hinaus als Versorgungshafen für den Reaktionspunkt Helgoland aktiv werden. Büsum kann dabei auf eine RoRo-Rampe zurückgreifen, wodurch auch Fahrzeuge und Arbeitsgeräte verschifft werden können. Helgoland selbst bietet mit seiner strategisch günstigen Lage ideale Bedingungen um als Reaktionspunkt zu fungieren. Kurze Anfahrtswege zu den Offshore-Windparks sind garantiert. Da Helgoland ein Inselstandort ist, sind flexible Versorgungshäfen nötig. Mit Brunsbüttel, Büsum und Husum sind drei schnell zu erreichende Versorgungshäfen an der Küste Schleswig-Holsteins gelegen.

Dagebüll / Husum / Hörnum / List

Fokus auf das Sylt-Cluster. Vernetzung zur Versorgung (Service) der Offshore-Windparks.

Die Vernetzung der Häfen Dagebüll, Husum, Hörnum und List bietet optimale Voraussetzungen zur dauerhaften Versorgung und Wartung der Offshore-Windparks. Die Häfen Dagebüll und Husum fungieren hierbei als Versorgungshafen für die Reaktionshäfen Hörnum und List. Regelmäßige Verschiffungen von Ersatzteilen, Personal und Werkzeugen von Dagebüll und Husum zu den Reak-tionshäfen garantieren eine konstante und ausreichende Versorgung. Durch die zur Küste vorgelagerte Position der Häfen Hörnum und List können kurze Anfahrtswege zu den Offshore-Windparks zur Versorgung und Wartung gewährleistet werden.

Brunsbüttel / Rendsburg-Osterrönfeld

Fokus auf Schwerlastkompononenten. Shuttle zwischen den schwerlastfähigen Hafenstandorte.

Mit den Häfen Brunsbüttel und dem „Neuen Hafen Kiel Canal“ in Rendsburg-Osterrönfeld sind gleich zwei schwerlastfähige Hafenstandorte innerhalb der Kooperation verfügbar. Über den Hafen Rendsburg-Osterrönfeld können die Komponenten der Offshore-Windkraftanlagen schon weit im landesinneren auf den Verkehrsträger Schiff verladen werden. Weite Anfahrtswege über Land zu einem Seehafen entfallen. Zusätzlich sind am Hafen Rendsburg-Osterrönfeld ca. 80 ha frei verfügbare Gewerbefläche vorhanden. In Verbindung mit dem Schwerlasthafen bieten sich dort gute Voraussetzungen Produktionsstandorte für Windkraftanlagen zu errichten. Durch eine eingerichtete Shuttleverbindung über den Nord-Ostsee Kanal bis nach Brunsbüttel können die Komponenten dort gesammelt und auf eine Jack-up Plattform verladen werden. Der Standort Brunsbüttel nimmt dadurch eine Hubfunktion ein.